Zitronen-Vanille-Tarte mit Lemon Curd

Für den Mürbeteig
100g Puderzucker
200g Butter
300g Mehl
1 Eigelb
1 Prise Salz

Für die Zitronen-Vanille-Füllung
2 Eier
1 Eiweiß
120 g Puderzucker
400 ml Milch
1 Päckchen Vanille Pudding
1 Glas Lemon Curd

Für die Zubereitung
Rührgerät
500g Linsen
Backpapier
runde Springform 24-26cm
eine große Schüssel
Nudelholz
einen kleinen Herzl-Ausstecher
Himbeeren zum Verzieren

Als erstes wird der Mürbeteig benötigt – wiegt die Zutaten für den Mürbteig ab und gebt alles in eine Schüssel, die Butter sollte Zimmertemperatur haben. Nun mit der Küchenmaschine den Teig, bis er leicht bindet, kneten, dann leicht mit der Hand weiter bis er ein Stück ist. Wichtig ist dabei, dass der Teig wirklich nur bis er bindet verknetet wird. Zu langes Kneten mit der Maschine macht ihn zu weich bzw. er wird beim Backen nicht schön mürbe.

Den fertigen Teig zu einem ca. 2 cm flachen Rechteck formen, in Frischhaltefolie einschlagen und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Mürbeteig kann man nur gekühlt verarbeiten, deshalb ist die Wartezeit wichtig. Wenn der Teig zu weich ist, zerreißt er sehr schnell bzw. bricht.

Nutzt die Zeit nun zur Zubereitung der Füllung. Setzt als erstes 2/3 der Milch zum Kochen auf den Herd, 1/3 der Milch wird mit dem Puddingpulver vermischt und sobald die Milch kocht, schüttet die Pudding-Milchmischung in die kochende Milch und rührt sie schnell mit einem Schneebesen um. Nun den Pudding unter starkem Rühren einmal aufkochen und vom Herd ziehen.

Nun gebt 2 Eier, den Zucker und das Eiweiß in eine Schüssel und schlagt mit dem Rührgerät die Eiermasse solange auf, bis sie schaumig und cremig ist. Nehmt nun den gekochten Vanillepudding und schüttet ihn in die Schüssel mit der cremigen Eimasse. Ihr solltet beim Schütten des Vanillepuddings mit dem Rührgerät die Eimasse weiter schlagen, damit die Eimasse durch die Zugabe des heißen Puddings nicht ausflockt. Schlagt nun die Ei- Puddingmasse noch ca. 3 Minuten mit eurem Rührgerät weiter. Nun könnt ihr das Glas Lemon Curd öffnen und einen großen Esslöffel davon mit in die Ei-Puddingmasse geben und verrühren. Sobald ihr das habt, stellt die fertige Füllung noch für ein paar Minuten zur Seite.

Jetzt euren Ofen auf 180 Grad vorheizen, denn jetzt geht es zum Teigbacken. Nach dem der Mürbeteig eine halbe Stunde im Kühlschrank lag, nehmt ihn raus und legt ihn auf eine ausreichend große Ausrollfläche. Die Ausrollfläche solltet ihr mit Mehl bestäuben. Der Teig sollte ebenfalls oben und unten mit Mehl bestäubt werden. Nun langsam und gleichmäßig den Teig ausrollen, er sollte ca. 0,5 cm dick und in der Größe eurer Springform ausgerollt werden. Die Springform am besten mit etwas Speiseöl ausfetten und mit Mehl bestäuben. Nun die Form als Ausstecher verwenden und den ausgerollten Teig mit in Eurer Springformgröße ausstechen. Der Boden bleibt dann gleich in der Form hängen und beim Umlegen der Form habt ihr den ausgestochenen Boden schon in der Form. Wenn nicht ist das auch kein Problem – einfach das Nudelholz am Boden oben aufsetzten und den Boden vorsichtig und ohne Druck auf das Nudelholz aufrollen. Sobald er aufgerollt ist, das Nudelholz mit dem Teig über Eurer Springform unten ansetzten und wieder ausrollen. Der Teig fällt dann langsam in eure Form. Sobald der Teig zu weich ist, reist er bei diesem Vorgang sehr schnell, sollte das der Fall sein könnt ihr in der Backform auch noch mit kleine Teigfetzten den Teig reparieren.

Nun den restlichen Teig für euren Rand in ca. 0,5 cm dicke Streifen ausrollen. Die Streifen sollten ca. 3,5 cm breit sein. Sie bilden den Rand der Tarte. Nehmt die Streifen und drückt sie leicht an die Innenseite Eurer Backform ihr könnte die Länge der Streifen selber bestimmen, so wie ihr sie am besten in die Springform bringt. Der Rand sollte nun in der Backform sein und leicht an die Form und an den Boden gedrückt werden, die Höhe des Randes sollte dabei erhalten bleiben also 3 cm Rand und max. 0,5cm Rand für den Boden zur Verbindung nutzen. Nehmt dann eine Gabel und stecht ein paar klein Löcher gleichmäßig in den Boden, so backt der Boden besser aus.

Nun kommt das berühmte Blindbacken einer ungefüllten Tarte. Das klingt schwerer als es ist. Einfach einen Bogen Backpapier, etwas größer als Tarte auf den Teig legen. Das Backpapier sollte so groß sein, dass ihr es an zwei Seiten bequem wieder aus der Backform heben könnt, also jede Seite sollte ca. 5-10 cm über die Backform hinausragen. Öffnet nun die Packung Linsen und schüttet sie auf das Backpapier in die Backform. Die Linsen gut in der Form verteilen und leicht an Rand und Boden andrücken. Der Teig ist nun zum Backen bereit und wird jetzt für ca. 10 Minuten im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Stufe “blindgebacken. Die Linsen drücken dabei mit ihrem Gewicht auf den Teig und den Rand, somit schmilzt der Rand nicht beim Backen nach unten, sondern wird am Backformrand gehalten. Nach 10 Minuten holt die Backform aus dem Ofen und nehmt die Linsen aus der Backform und zwar indem ihr das Backpapier an zwei gegenüberliegenden Seiten anpackt und mit den Linsen heraushebt, die Linsen sollten im Backpapier bleiben. Der Teig hat nach 10 Minuten genügend Stabilität, damit er jetzt ohne Linsen und Backpapier für weitere 5 Minuten auf mittlerer Stufe bei 180 Grad weiter backen kann.

Nachdem der Tarteboden fertig ist, sollte er noch recht hell, aber dennoch trocken gebacken sein . Jetzt könnt ihr die Ei-Puddingmischung in die Backform auf den Teig geben – bitte füllt die Füllung nur bis knapp unter den Teigrand, auf keinen Fall darüber hinaus. Die Tarte muss nun nochmals für ca. 30 Minuten in den Ofen bei 170 Grad auf mittlerer Stufe. Die Füllung ist durchgebacken wenn sie in der Mitte leicht aufgeht, dann sollte die Tarte sofort aus dem Ofen. Während dieser 30 minütigen Backzeit könnt den Restteig für die Randverzierung ausrollen und ausstechen, am besten auf ein 2. Blech auf Backpapier auflegen und im Ofen leicht goldgelb backen. Aber Vorsicht – die kleine Teigformen brauchen nur ein paar Minuten – kleine Herzchen von uns haben ca. 3-4 Minuten gebraucht.

Sobald die Tarte fertig gebacken ist, lasst sie in der Backform bei Zimmertemperatur auskühlen. Dann aus der Backform vorsichtig rausnehmen. Da der Boden auf dem Backpapier liegt, ist nur der Rand kritisch, wir helfen dann meisten mit einem kleine Küchenmesser nach und lösen den Teigrand leicht von der Backform. Im Normalfall sollte er aber einfach beim vorsichtigen Aufmachen der Springform abgehen.

Nehmt nun das Glas Lemon Curd und gebt den restlichen Inhalt auf die Tarte, streicht mit einem Küchenmesser die Lemon Curde Masse auf der Tartefüllung bis zum Rand. Da die Vanillpuddingfüllung kalt ist und ein Stück nach unten gegangen ist, habt ihr genügend Platz für das Lemon Curd. Die kleinen Randverzierungen können jetzt auf den Rand gesetzt werden, durch das Lemon Curd werden sie am Rand gehalten.

Nun könnt ihr noch die Tarte mit Himbeeren verzieren. Anschließend stellt die Tarte für eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Gekühlt schmeckt die Tarte am besten und durch das Lemon Curd ist sie besonders frisch und fruchtig. Sie kann daher auch gut an heißen Tagen gegessen werden.